Vertiefung
Typische, statistisch oder konventionell bevorzugte Verbindung von Wörtern. Im Atlas wird Kollokation als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Macht sprachliche Erwartung im Wortschatz sichtbar.
Beispiel
eine Entscheidung treffen.
Gegenbeispiel
Eine zufällige einmalige Wortnachbarschaft ist noch keine Kollokation.
Abgrenzung
Eine zufällige einmalige Wortnachbarschaft ist noch keine Kollokation.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff macht sprachliche Erwartung im Wortschatz sichtbar. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Kollokation nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.
Etymologie
Etymologische Vertiefung offen
Provenienz
Semantik/Bedeutungslehre → Kollokation → gegenwärtige Fachverwendung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Kollokation“. Atlas der Sprache, AT-091-034. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-034Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.