ATLAS DER SPRACHE

AT-091-034 · ATLAS 250

Kollokation

Typische, statistisch oder konventionell bevorzugte Verbindung von Wörtern.

Vertiefung

Typische, statistisch oder konventionell bevorzugte Verbindung von Wörtern. Im Atlas wird Kollokation als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Macht sprachliche Erwartung im Wortschatz sichtbar.

Beispiel

eine Entscheidung treffen.

Gegenbeispiel

Eine zufällige einmalige Wortnachbarschaft ist noch keine Kollokation.

Abgrenzung

Eine zufällige einmalige Wortnachbarschaft ist noch keine Kollokation.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff macht sprachliche Erwartung im Wortschatz sichtbar. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Kollokation nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.

Etymologie

Etymologische Vertiefung offen

Provenienz

Semantik/Bedeutungslehre → Kollokation → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Kollokation“. Atlas der Sprache, AT-091-034. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-034

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-034

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