Vertiefung
Minimalpaare zeigen, dass ein einzelner Lautunterschied in einer Sprache bedeutungsunterscheidend funktioniert. Sie sind ein Prüfstein für den Phonemstatus.
Beispiel
Bein – Pein.
Gegenbeispiel
Bein – Beine; hier verändert sich zusätzlich die grammatische Form.
Abgrenzung
Nicht mit bloß ähnlich klingenden Wörtern verwechseln, die sich an mehreren Stellen unterscheiden.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Macht sichtbar, wie eine minimale akustische Differenz eine kategoriale Bedeutungsgrenze erzeugt.
Resonanz
Ein winziger Klangwechsel öffnet einen vollständig anderen Bedeutungsraum.
Etymologie
Neuere linguistische Zusammensetzung aus minimal und Paar; operationaler Prüfbegriff der strukturalistischen Phonologie.
Provenienz
Strukturalistische Phonologie → Phonemtest → Sprachbeschreibung, Diagnostik und Fremdsprachenlernen
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Minimalpaar“. Atlas der Sprache, AT-103-005. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-103-005Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.