Vertiefung
Ein Hyponym bezeichnet eine Unterart seines Hyperonyms. Wer einen Pudel bezeichnet, bezeichnet damit zugleich einen Hund, aber nicht umgekehrt.
Beispiel
Tulpe ist ein Hyponym von Blume.
Gegenbeispiel
Blume ist kein Hyponym von Tulpe, sondern ihr Hyperonym.
Abgrenzung
Von Meronymie unterscheiden: Ein Rad ist Teil eines Fahrrads, nicht dessen Unterart.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Ordnet Begriffe hierarchisch und ermöglicht Schlüsse vom Besonderen zum Allgemeinen.
Resonanz
Ein einzelner Begriff trägt die größere Kategorie als stillen Bedeutungshorizont mit.
Etymologie
Aus griechisch hypó ›unter‹ und ónoma ›Name‹; moderner Terminus für hierarchische Bedeutungsrelationen.
Provenienz
Logische Klassenrelation → lexikalische Semantik → Taxonomien, Ontologien und Wissensgraphen
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Hyponymie“. Atlas der Sprache, AT-103-009. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-103-009Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.