Vertiefung
Das Heterogramm erzeugt sprachliche Form unter der Regel der Nichtwiederholung. Je länger der Text, desto stärker bestimmt das schwindende Buchstabenreservoir die Aussage.
Beispiel
Dialog ist ein Heterogramm, wenn Groß- und Kleinschreibung nicht unterschieden werden.
Gegenbeispiel
Anna wiederholt Buchstaben und ist daher kein Heterogramm.
Abgrenzung
Vom Pangramm unterscheiden, das alle Buchstaben einzubeziehen versucht.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Macht Materialverbrauch und Wiederholungsverbot als produktive Kräfte des Schreibens erfahrbar.
Resonanz
Jeder gesetzte Buchstabe verändert den verbleibenden Möglichkeitsraum.
Etymologie
Aus griechisch héteros ›anders‹ und grámma ›Buchstabe, Geschriebenes‹; Bezeichnung einer Schriftform ohne Zeichenwiederholung.
Provenienz
Griechische Wortbildung → kombinatorische Sprachspiele → formale Literatur und Computerprüfung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Heterogramm“. Atlas der Sprache, AT-103-017. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-103-017Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.