Vertiefung
Beim Spoonerismus wechseln meist Anfangslaute ihre Plätze. Die Äußerung bleibt oft erkennbar, erzeugt aber eine zweite, komische oder irritierende Bedeutung.
Beispiel
Der Schreck sitzt mir in den Gliedern → der Schleck sitzt mir in den Gliedern.
Gegenbeispiel
Ein einfacher Versprecher ohne Lauttausch zwischen Einheiten.
Abgrenzung
Vom Anagramm unterscheiden, das Buchstaben eines Ausdrucks umfassender neu ordnet.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Zeigt, wie stark Wortidentität an die Position weniger Laute gebunden ist.
Resonanz
Zwei Wörter tauschen Klangenergie und öffnen kurz eine alternative Äußerung.
Etymologie
Nach dem englischen Geistlichen William Archibald Spooner benannt; mit dem Suffix -ismus ins Deutsche übernommen.
Provenienz
Anekdotische Versprecherzuschreibung → englischer Eponym → Bezeichnung systematischer Lautvertauschung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Spoonerismus“. Atlas der Sprache, AT-103-018. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-103-018Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.