Vertiefung
Gleichzeitiges oder spannungsreiches Auftreten mehrerer unterscheidbarer Stimmen in einem Text oder Diskurs. Sie hält unterschiedliche Perspektiven nebeneinander, ohne sie sofort zu einer Stimme zu verschmelzen.
Beispiel
Der Roman lässt Bericht, Erinnerung und Widerspruch gegeneinander sprechen.
Gegenbeispiel
Die bloße Nennung von „Mehrstimmigkeit“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Sie hält unterschiedliche Perspektiven nebeneinander, ohne sie sofort zu einer Stimme zu verschmelzen.
Resonanz
Im Atlas bildet Mehrstimmigkeit einen Knoten, an dem 2 bislang offene Verweislinien anschließen.
Etymologie
fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen
Provenienz
Offenes Beziehungsnetz → zweiter Grundbegriffscheck → Metzler/HWRh-Abgleich → ATLAS_239
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Mehrstimmigkeit“. Atlas der Sprache, AT-CORE-239-036. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-239-036Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.