ATLAS DER SPRACHE

AT-CORE-242-004 · ATLAS 251

Anti-Sprache

Gegen eine dominante Sprachordnung ausgebildete gruppenspezifische Sprachform, die Zugehörigkeit schützt und Wirklichkeit neu benennt.

Vertiefung

Gegen eine dominante Sprachordnung ausgebildete gruppenspezifische Sprachform, die Zugehörigkeit schützt und Wirklichkeit neu benennt. Sie kehrt soziale Hierarchien sprachlich um und schafft einen Innenraum, der Außenstehenden nur teilweise zugänglich ist.

Beispiel

Eine marginalisierte Gruppe ersetzt amtliche Bezeichnungen durch eigene, solidarische Namen.

Gegenbeispiel

Die bloße Nennung von „Anti-Sprache“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Sie kehrt soziale Hierarchien sprachlich um und schafft einen Innenraum, der Außenstehenden nur teilweise zugänglich ist.

Resonanz

Im Atlas schließt Anti-Sprache 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.

Etymologie

fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen

Provenienz

ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-A → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_242

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Anti-Sprache“. Atlas der Sprache, AT-CORE-242-004. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-242-004

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-242-004

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