ATLAS DER SPRACHE

AT-CORE-242-010 · ATLAS 251

Benennungsmacht

Vermögen, durch Namen soziale Wirklichkeit zu ordnen, sichtbar zu machen und verbindlich zu bewerten.

Vertiefung

Vermögen, durch Namen soziale Wirklichkeit zu ordnen, sichtbar zu machen und verbindlich zu bewerten. Sie fragt, wer festlegen darf, unter welchem Begriff Menschen, Dinge oder Ereignisse erscheinen.

Beispiel

Ob ein Ort Brache oder Biotop heißt, verändert seine wahrgenommene Schutzwürdigkeit.

Gegenbeispiel

Die bloße Nennung von „Benennungsmacht“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Sie fragt, wer festlegen darf, unter welchem Begriff Menschen, Dinge oder Ereignisse erscheinen.

Resonanz

Im Atlas schließt Benennungsmacht 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.

Etymologie

fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen

Provenienz

ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-A → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_242

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Benennungsmacht“. Atlas der Sprache, AT-CORE-242-010. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-242-010

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-242-010

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