Vertiefung
Gliederung eines kontinuierlichen Sprachsignals oder einer Zeichenfolge in erkennbare Einheiten wie Laute, Morpheme, Wörter oder Sätze. Sie zeigt, dass Grenzen nicht einfach gegeben sind, sondern aus Hinweisen, Erwartungen und sprachlichem Wissen erschlossen werden.
Beispiel
Hörende erkennen in einem kontinuierlichen Lautstrom die Wortfolge ein Eis statt einer scheinbaren Einheit.
Gegenbeispiel
Die bloße Nennung von „Segmentierung“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Sie zeigt, dass Grenzen nicht einfach gegeben sind, sondern aus Hinweisen, Erwartungen und sprachlichem Wissen erschlossen werden.
Resonanz
Im Atlas schließt Segmentierung 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.
Etymologie
fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen
Provenienz
ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-C → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_244
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Segmentierung“. Atlas der Sprache, AT-CORE-244-011. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-244-011Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.