ATLAS DER SPRACHE

AT-CORE-244-026 · ATLAS 251

Vorausdeutung

Frühes Zeichen, Motiv oder Ereignis, das auf eine spätere Entwicklung hinweist, ohne sie vollständig vorwegzunehmen.

Vertiefung

Frühes Zeichen, Motiv oder Ereignis, das auf eine spätere Entwicklung hinweist, ohne sie vollständig vorwegzunehmen. Sie lässt Zukunft im Gegenwärtigen als Spur erscheinen und verändert rückblickend die Bedeutung des früheren Details.

Beispiel

Der beiläufig erwähnte Riss im Geländer kündigt den späteren Unfall an.

Gegenbeispiel

Die bloße Nennung von „Vorausdeutung“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Sie lässt Zukunft im Gegenwärtigen als Spur erscheinen und verändert rückblickend die Bedeutung des früheren Details.

Resonanz

Im Atlas schließt Vorausdeutung 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.

Etymologie

fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen

Provenienz

ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-C → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_244

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Vorausdeutung“. Atlas der Sprache, AT-CORE-244-026. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-244-026

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-244-026

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