ATLAS DER SPRACHE

AT-HAR4-0010 · ATLAS 250

Sermozination

Fingierte oder nachgeahmte Rede einer anderen Person oder Figur.

Vertiefung

Die Sermozination führt eine fremde Stimme in den eigenen Text ein. Charakter, Haltung und soziale Position werden durch die zugeschriebene Rede modelliert.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Macht Perspektiven verkörperbar, birgt aber auch die Macht, anderen eine Stimme zuzuschreiben.

Resonanz

Ein fremdes Stimmzentrum beginnt innerhalb der eigenen Rede zu schwingen.

Etymologie

griechisch/lateinische Rhetoriktradition · Formgeschichte im Quellenpass

Provenienz

Harjung-Register → Dublettenabgleich → unabhängige Neufassung → Stimmenfiguren → ATLAS_149

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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Sermozination“. Atlas der Sprache, AT-HAR4-0010. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-HAR4-0010

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