Vertiefung
Die Sermozination führt eine fremde Stimme in den eigenen Text ein. Charakter, Haltung und soziale Position werden durch die zugeschriebene Rede modelliert.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Macht Perspektiven verkörperbar, birgt aber auch die Macht, anderen eine Stimme zuzuschreiben.
Resonanz
Ein fremdes Stimmzentrum beginnt innerhalb der eigenen Rede zu schwingen.
Etymologie
griechisch/lateinische Rhetoriktradition · Formgeschichte im Quellenpass
Provenienz
Harjung-Register → Dublettenabgleich → unabhängige Neufassung → Stimmenfiguren → ATLAS_149
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Sermozination“. Atlas der Sprache, AT-HAR4-0010. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-HAR4-0010Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.