ATLAS DER SPRACHE

AT-HAR5-0004 · ATLAS 251

Scesis onomaton

Dichte Folge gleichgeordneter Wörter oder Wortgruppen, häufig ohne finites Verb.

Vertiefung

Die Figur setzt Benennungen nebeneinander, statt ihre Beziehung vollständig auszuformulieren. Das Bild entsteht aus der Spannung zwischen den Teilen.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Verringert grammatische Führung und zwingt Wahrnehmung, Beziehungen selbst herzustellen.

Resonanz

Einzelne Wortimpulse stehen frei und beginnen gerade im Abstand miteinander zu schwingen.

Etymologie

griechisch/lateinische Rhetoriktradition · Formgeschichte im Quellenpass

Provenienz

Harjung-Register → Dublettenabgleich → Resonanzkompass → unabhängige Neufassung → Satzgestaltfiguren → ATLAS_150

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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Scesis onomaton“. Atlas der Sprache, AT-HAR5-0004. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-HAR5-0004

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