ATLAS DER SPRACHE

AT-HAR5-0006 · ATLAS 251

Trikolon

Folge dreier parallel oder rhythmisch aufeinander bezogener Glieder.

Vertiefung

Das Trikolon nutzt die kognitive und rhythmische Geschlossenheit der Drei. Die Glieder können gleichgewichtig sein oder auf einen dritten Höhepunkt zulaufen.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Erzeugt Erwartung, Übersicht und einen leicht erinnerbaren Abschluss.

Resonanz

Zwei Impulse bauen Spannung auf; der dritte schließt die Bewegungsfigur.

Etymologie

griechisch/lateinische Rhetoriktradition · Formgeschichte im Quellenpass

Provenienz

Harjung-Register → Dublettenabgleich → Resonanzkompass → unabhängige Neufassung → Reihungsfiguren → ATLAS_150

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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Trikolon“. Atlas der Sprache, AT-HAR5-0006. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-HAR5-0006

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