Vertiefung
Neologismen entstehen durch Wortbildung, Entlehnung, Bedeutungsverschiebung oder bewusste Prägung. Ob eine Form noch neu ist, hängt von Zeit, Gruppe und Verbreitung ab.
Beispiel
Bildschirmfasten bezeichnet eine bewusst begrenzte Zeit ohne digitale Anzeigen.
Gegenbeispiel
Telefon wird heute gewöhnlich nicht mehr als Neologismus wahrgenommen.
Abgrenzung
Okkasionalismus ist eine situationsgebundene Einzelprägung; ein Neologismus kann sich breiter etablieren.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Er schafft sprachliche Greifflächen für neue Dinge, Praktiken und Wertungen.
Resonanz
Eine neue Form sucht einen Platz im gemeinsamen Sprachgedächtnis.
Etymologie
griech. néos: neu + lógos: Wort
Provenienz
Kandidatenbank K-0099 → ATLAS_035; Lexikografie → Benennungswandel
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Neologismus“. Atlas der Sprache, AT-MOR-W0099. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-MOR-W0099Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.