ATLAS DER SPRACHE

AT-RHE-W0002 · ATLAS 250

Allusion

Indirekter Verweis auf einen bekannten Text, ein Ereignis oder kulturelles Wissen.

Vertiefung

Indirekter Verweis auf einen bekannten Text, ein Ereignis oder kulturelles Wissen. Entscheidend ist die Abgrenzung zu benachbarten Formen: Der Atlas führt den Begriff deshalb als eigene Denkbewegung und nicht bloß als Etikett.

Beispiel

Er öffnete die Büchse – und alle wussten, dass nun nichts mehr einzufangen war.

Gegenbeispiel

Eine vollständig erklärte Quellenangabe ist kein indirekter Verweis.

Abgrenzung

Zitat

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Aktiviert geteiltes Wissen und lässt eine kurze Form einen größeren Bedeutungsraum aufrufen.

Resonanz

Das Gesagte berührt einen abwesenden Text, der im Verstehen mitzuschwingen beginnt.

Etymologie

Etymologie und Begriffsgeschichte in der Vertiefungsprüfung

Provenienz

Roh-Masterliste K-0002 → ATLAS_086

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Allusion“. Atlas der Sprache, AT-RHE-W0002. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-RHE-W0002

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