ATLAS DER SPRACHE

AT-088-004 · ATLAS 250

Sonorität

Der relative Klangfüllegrad von Lauten, der ihre bevorzugte Ordnung innerhalb einer Silbe mitbestimmt.

Vertiefung

Der relative Klangfüllegrad von Lauten, der ihre bevorzugte Ordnung innerhalb einer Silbe mitbestimmt. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: erklärt die innere Gestalt von Silben. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.

Beispiel

Im Wort Plan steigt die Sonorität von /p/ über /l/ zu /a/.

Gegenbeispiel

Lautstärke ist eine physikalische Intensität, nicht die phonologische Sonorität.

Abgrenzung

Lautstärke ist eine physikalische Intensität, nicht die phonologische Sonorität.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf erklärt die innere Gestalt von Silben. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Sonorität nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.

Etymologie

lat. sonor: klangvoll

Provenienz

Klang/Phonetik/Phonologie → Sonorität → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Sonorität“. Atlas der Sprache, AT-088-004. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-004

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-004

Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.