Vertiefung
Der relative Klangfüllegrad von Lauten, der ihre bevorzugte Ordnung innerhalb einer Silbe mitbestimmt. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: erklärt die innere Gestalt von Silben. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.
Beispiel
Im Wort Plan steigt die Sonorität von /p/ über /l/ zu /a/.
Gegenbeispiel
Lautstärke ist eine physikalische Intensität, nicht die phonologische Sonorität.
Abgrenzung
Lautstärke ist eine physikalische Intensität, nicht die phonologische Sonorität.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf erklärt die innere Gestalt von Silben. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Sonorität nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.
Etymologie
lat. sonor: klangvoll
Provenienz
Klang/Phonetik/Phonologie → Sonorität → gegenwärtige Fachverwendung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Sonorität“. Atlas der Sprache, AT-088-004. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-004Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.