ATLAS DER SPRACHE

AT-088-003 · ATLAS 250

Silbe

Eine rhythmisch organisierte Lauteinheit mit einem Sonoritätsgipfel, meist um einen Vokal.

Vertiefung

Eine rhythmisch organisierte Lauteinheit mit einem Sonoritätsgipfel, meist um einen Vokal. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: verbindet Lautstruktur, Rhythmus und Wahrnehmung. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.

Beispiel

Spra-che besteht aus zwei Silben.

Gegenbeispiel

Jede sichtbare Buchstabengruppe ist nicht automatisch eine Silbe.

Abgrenzung

Jede sichtbare Buchstabengruppe ist nicht automatisch eine Silbe.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf verbindet Lautstruktur, Rhythmus und Wahrnehmung. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Silbe nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.

Etymologie

ahd. silaba, über lat. syllaba

Provenienz

Klang/Phonetik/Phonologie → Silbe → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Silbe“. Atlas der Sprache, AT-088-003. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-003

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