Vertiefung
Die Angleichung eines Lautes an einen benachbarten Laut in mindestens einem Merkmal. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: zeigt sprachliche Anpassung im Sprechen. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.
Beispiel
umgangssprachlich ham wir statt haben wir.
Gegenbeispiel
Bewusste Nachahmung eines Akzents ist keine lautgesetzliche Assimilation.
Abgrenzung
Bewusste Nachahmung eines Akzents ist keine lautgesetzliche Assimilation.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf zeigt sprachliche Anpassung im Sprechen. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Assimilation nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.
Etymologie
lat. assimilare: ähnlich machen
Provenienz
Klang/Phonetik/Phonologie → Assimilation → gegenwärtige Fachverwendung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Assimilation“. Atlas der Sprache, AT-088-005. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-005Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.