ATLAS DER SPRACHE

AT-088-018 · ATLAS 250

Bewusstseinsstrom

Ein Darstellungsverfahren, das fortlaufende Wahrnehmungen, Erinnerungen und Assoziationen eines Bewusstseins nachbildet.

Vertiefung

Ein Darstellungsverfahren, das fortlaufende Wahrnehmungen, Erinnerungen und Assoziationen eines Bewusstseins nachbildet. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: zeigt Sprache als simulierte mentale Bewegung. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.

Beispiel

Licht im Flur, wieder dieser Geruch, hatte sie den Schlüssel?

Gegenbeispiel

Ein geordneter innerer Monolog muss kein Bewusstseinsstrom sein.

Abgrenzung

Ein geordneter innerer Monolog muss kein Bewusstseinsstrom sein.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf zeigt Sprache als simulierte mentale Bewegung. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Bewusstseinsstrom nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.

Etymologie

engl. stream of consciousness

Provenienz

Poetik/Narration → Bewusstseinsstrom → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Bewusstseinsstrom“. Atlas der Sprache, AT-088-018. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-018

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-018

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