Vertiefung
Ein Darstellungsverfahren, das fortlaufende Wahrnehmungen, Erinnerungen und Assoziationen eines Bewusstseins nachbildet. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: zeigt Sprache als simulierte mentale Bewegung. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.
Beispiel
Licht im Flur, wieder dieser Geruch, hatte sie den Schlüssel?
Gegenbeispiel
Ein geordneter innerer Monolog muss kein Bewusstseinsstrom sein.
Abgrenzung
Ein geordneter innerer Monolog muss kein Bewusstseinsstrom sein.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf zeigt Sprache als simulierte mentale Bewegung. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Bewusstseinsstrom nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.
Etymologie
engl. stream of consciousness
Provenienz
Poetik/Narration → Bewusstseinsstrom → gegenwärtige Fachverwendung
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Bewusstseinsstrom“. Atlas der Sprache, AT-088-018. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-018Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.