ATLAS DER SPRACHE

AT-091-003 · ATLAS 251

Synekdoche

Ersetzung eines Ausdrucks durch einen Teil-, Ganzes- oder Artbezug.

Vertiefung

Ersetzung eines Ausdrucks durch einen Teil-, Ganzes- oder Artbezug. Im Atlas wird Synekdoche als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Lenkt den Blick zwischen Teil und Ganzem.

Beispiel

Wir brauchen mehr Hände.

Gegenbeispiel

Das Büro entschied, wenn der Ort metonymisch für die Institution steht.

Abgrenzung

Das Büro entschied, wenn der Ort metonymisch für die Institution steht.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff lenkt den Blick zwischen Teil und Ganzem. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Synekdoche nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.

Etymologie

Etymologische Vertiefung offen

Provenienz

Rhetorik/Stilistik → Synekdoche → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Synekdoche“. Atlas der Sprache, AT-091-003. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-003

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-003

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