Vertiefung
Verlauf der Sprechmelodie über Silben, Wörter und Äußerungen. Im Atlas wird Intonation als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Lässt Haltung und Satzfunktion oberhalb der Wörter hervortreten.
Beispiel
Du kommst? mit steigendem Verlauf.
Gegenbeispiel
Lautstärke allein bildet noch keine Intonationskontur.
Abgrenzung
Lautstärke allein bildet noch keine Intonationskontur.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff lässt Haltung und Satzfunktion oberhalb der Wörter hervortreten. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Intonation nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.
Etymologie
Etymologische Vertiefung offen
Provenienz
Klang/Phonetik/Phonologie → Intonation → gegenwärtige Fachverwendung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Intonation“. Atlas der Sprache, AT-091-017. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-017Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.