Vertiefung
Sprachlicher Ausdruck von Möglichkeit, Notwendigkeit, Verpflichtung oder Einschätzung. Im Atlas wird Modalität als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Öffnet zwischen Tatsache und Haltung einen Möglichkeitsraum.
Beispiel
Er muss angekommen sein.
Gegenbeispiel
Er ist angekommen, als unmodale Feststellung.
Abgrenzung
Er ist angekommen, als unmodale Feststellung.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff öffnet zwischen Tatsache und Haltung einen Möglichkeitsraum. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Modalität nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.
Etymologie
Etymologische Vertiefung offen
Provenienz
Pragmatik/Gespräch → Modalität → gegenwärtige Fachverwendung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Modalität“. Atlas der Sprache, AT-091-055. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-055Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.