ATLAS DER SPRACHE

AT-091-054 · ATLAS 251

Evidentialität

Sprachliche Markierung der Quelle oder Zugangsweise einer Information.

Vertiefung

Sprachliche Markierung der Quelle oder Zugangsweise einer Information. Im Atlas wird Evidentialität als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Macht den Weg des Wissens grammatisch sichtbar.

Beispiel

Eine Form kann anzeigen, dass etwas nur berichtet wurde.

Gegenbeispiel

Sicherheit oder Möglichkeit allein ist Modalität.

Abgrenzung

Sicherheit oder Möglichkeit allein ist Modalität.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff macht den Weg des Wissens grammatisch sichtbar. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Evidentialität nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.

Etymologie

Etymologische Vertiefung offen

Provenienz

Pragmatik/Gespräch → Evidentialität → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Evidentialität“. Atlas der Sprache, AT-091-054. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-054

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-054

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