Vertiefung
Grammatisches Element mit wortähnlicher Funktion, das phonologisch an einen Nachbarn gebunden ist. Im Atlas wird Klitikon als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Macht die Grenze zwischen Wort und gebundenem Element unscharf.
Beispiel
’s in geht’s lehnt sich an das Verb an.
Gegenbeispiel
Eine selbständig betonte Präposition ist kein Klitikon.
Abgrenzung
Eine selbständig betonte Präposition ist kein Klitikon.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff macht die Grenze zwischen Wort und gebundenem Element unscharf. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Klitikon nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.
Etymologie
Etymologische Vertiefung offen
Provenienz
Wortgestalt/Wortbildung/Morphologie → Klitikon → gegenwärtige Fachverwendung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Klitikon“. Atlas der Sprache, AT-091-024. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-024Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.