ATLAS DER SPRACHE

AT-091-030 · ATLAS 251

Lexem

Abstrakte lexikalische Einheit hinter ihren verschiedenen grammatischen Wortformen.

Vertiefung

Abstrakte lexikalische Einheit hinter ihren verschiedenen grammatischen Wortformen. Im Atlas wird Lexem als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Trennt die Identität eines Wortes von seinen einzelnen Erscheinungsformen.

Beispiel

GEHEN umfasst gehe, ging und gegangen.

Gegenbeispiel

Die konkrete Form ging ist nicht das gesamte Lexem.

Abgrenzung

Die konkrete Form ging ist nicht das gesamte Lexem.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff trennt die Identität eines Wortes von seinen einzelnen Erscheinungsformen. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Lexem nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.

Etymologie

Etymologische Vertiefung offen

Provenienz

Wortgestalt/Wortbildung/Morphologie → Lexem → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Lexem“. Atlas der Sprache, AT-091-030. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-030

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