Vertiefung
Abstrakte lexikalische Einheit hinter ihren verschiedenen grammatischen Wortformen. Im Atlas wird Lexem als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Trennt die Identität eines Wortes von seinen einzelnen Erscheinungsformen.
Beispiel
GEHEN umfasst gehe, ging und gegangen.
Gegenbeispiel
Die konkrete Form ging ist nicht das gesamte Lexem.
Abgrenzung
Die konkrete Form ging ist nicht das gesamte Lexem.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff trennt die Identität eines Wortes von seinen einzelnen Erscheinungsformen. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Lexem nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.
Etymologie
Etymologische Vertiefung offen
Provenienz
Wortgestalt/Wortbildung/Morphologie → Lexem → gegenwärtige Fachverwendung
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Lexem“. Atlas der Sprache, AT-091-030. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-030Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.