ATLAS DER SPRACHE

AT-088-008 · ATLAS 250

Flexion

Die Veränderung einer Wortform zur Kennzeichnung grammatischer Merkmale, ohne ein neues Lexem zu bilden.

Vertiefung

Die Veränderung einer Wortform zur Kennzeichnung grammatischer Merkmale, ohne ein neues Lexem zu bilden. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: verbindet Wortgestalt und grammatische Beziehung. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.

Beispiel

Haus – Häusern markiert Numerus und Kasus.

Gegenbeispiel

Häuschen ist Derivation, nicht Flexion.

Abgrenzung

Häuschen ist Derivation, nicht Flexion.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf verbindet Wortgestalt und grammatische Beziehung. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Flexion nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.

Etymologie

lat. flectere: beugen

Provenienz

Wortgestalt/Wortbildung/Morphologie → Flexion → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Flexion“. Atlas der Sprache, AT-088-008. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-008

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-008

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