Vertiefung
Die Veränderung einer Wortform zur Kennzeichnung grammatischer Merkmale, ohne ein neues Lexem zu bilden. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: verbindet Wortgestalt und grammatische Beziehung. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.
Beispiel
Haus – Häusern markiert Numerus und Kasus.
Gegenbeispiel
Häuschen ist Derivation, nicht Flexion.
Abgrenzung
Häuschen ist Derivation, nicht Flexion.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf verbindet Wortgestalt und grammatische Beziehung. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Flexion nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.
Etymologie
lat. flectere: beugen
Provenienz
Wortgestalt/Wortbildung/Morphologie → Flexion → gegenwärtige Fachverwendung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Flexion“. Atlas der Sprache, AT-088-008. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-008Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.