ATLAS DER SPRACHE

AT-088-006 · ATLAS 250

Allomorphie

Das Auftreten verschiedener Formen eines Morphems in unterschiedlichen Umgebungen.

Vertiefung

Das Auftreten verschiedener Formen eines Morphems in unterschiedlichen Umgebungen. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: zeigt verschiedene Formen derselben Funktion. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.

Beispiel

Plural: Hund-e, Kind-er, Auto-s.

Gegenbeispiel

Synonyme sind verschiedene Wörter, nicht verschiedene Formen desselben Morphems.

Abgrenzung

Synonyme sind verschiedene Wörter, nicht verschiedene Formen desselben Morphems.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf zeigt verschiedene Formen derselben Funktion. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Allomorphie nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.

Etymologie

griech. állos: anders; morphḗ: Form

Provenienz

Wortgestalt/Wortbildung/Morphologie → Allomorphie → gegenwärtige Fachverwendung

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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Allomorphie“. Atlas der Sprache, AT-088-006. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-006

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-006

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