ATLAS DER SPRACHE

AT-091-035 · ATLAS 251

Isotopie

Wiederkehr semantischer Merkmale, die einem Text Zusammenhang und Lesbarkeit gibt.

Vertiefung

Wiederkehr semantischer Merkmale, die einem Text Zusammenhang und Lesbarkeit gibt. Im Atlas wird Isotopie als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Lässt wiederkehrende Bedeutungsspuren als Textgerüst hervortreten.

Beispiel

Meer, Welle und Ufer stabilisieren ein gemeinsames Bedeutungsfeld.

Gegenbeispiel

Eine einzelne Metapher erzeugt nicht notwendig eine textweite Isotopie.

Abgrenzung

Eine einzelne Metapher erzeugt nicht notwendig eine textweite Isotopie.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff lässt wiederkehrende Bedeutungsspuren als Textgerüst hervortreten. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Isotopie nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.

Etymologie

Etymologische Vertiefung offen

Provenienz

Semantik/Bedeutungslehre → Isotopie → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Isotopie“. Atlas der Sprache, AT-091-035. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-035

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-035

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