ATLAS DER SPRACHE

AT-091-037 · ATLAS 251

Komponentialanalyse

Beschreibung von Wortbedeutungen durch Kombination elementarer semantischer Merkmale.

Vertiefung

Beschreibung von Wortbedeutungen durch Kombination elementarer semantischer Merkmale. Im Atlas wird Komponentialanalyse als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Zerlegt scheinbar geschlossene Begriffe in unterscheidende Bestandteile.

Beispiel

Mann kann durch Merkmale wie menschlich und erwachsen beschrieben werden.

Gegenbeispiel

Eine Enzyklopädie liefert Wissen, nicht notwendig eine Merkmalszerlegung.

Abgrenzung

Eine Enzyklopädie liefert Wissen, nicht notwendig eine Merkmalszerlegung.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff zerlegt scheinbar geschlossene Begriffe in unterscheidende Bestandteile. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Komponentialanalyse nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.

Etymologie

Etymologische Vertiefung offen

Provenienz

Semantik/Bedeutungslehre → Komponentialanalyse → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Komponentialanalyse“. Atlas der Sprache, AT-091-037. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-037

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