ATLAS DER SPRACHE

AT-091-041 · ATLAS 251

Parataxe

Nebenordnung syntaktisch gleichrangiger Sätze oder Satzteile.

Vertiefung

Nebenordnung syntaktisch gleichrangiger Sätze oder Satzteile. Im Atlas wird Parataxe als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Reiht Gedanken mit geringer hierarchischer Einbettung.

Beispiel

Ich kam, ich sah, ich ging.

Gegenbeispiel

Weil es regnete, blieb ich, als Unterordnung.

Abgrenzung

Weil es regnete, blieb ich, als Unterordnung.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff reiht Gedanken mit geringer hierarchischer Einbettung. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Parataxe nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.

Etymologie

Etymologische Vertiefung offen

Provenienz

Syntax/Grammatik → Parataxe → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Parataxe“. Atlas der Sprache, AT-091-041. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-041

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