ATLAS DER SPRACHE

AT-091-042 · ATLAS 251

Hypotaxe

Unterordnung von Sätzen oder Satzteilen in hierarchische Abhängigkeiten.

Vertiefung

Unterordnung von Sätzen oder Satzteilen in hierarchische Abhängigkeiten. Im Atlas wird Hypotaxe als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Baut Denken als gestufte Abhängigkeit.

Beispiel

Weil es regnete, blieb ich zu Hause.

Gegenbeispiel

Es regnete, ich blieb zu Hause, als Parataxe.

Abgrenzung

Es regnete, ich blieb zu Hause, als Parataxe.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff baut Denken als gestufte Abhängigkeit. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Hypotaxe nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.

Etymologie

Etymologische Vertiefung offen

Provenienz

Syntax/Grammatik → Hypotaxe → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Hypotaxe“. Atlas der Sprache, AT-091-042. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-042

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