ATLAS DER SPRACHE

AT-091-047 · ATLAS 251

Rektion

Bestimmung der grammatischen Form eines abhängigen Ausdrucks durch ein übergeordnetes Element.

Vertiefung

Bestimmung der grammatischen Form eines abhängigen Ausdrucks durch ein übergeordnetes Element. Im Atlas wird Rektion als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Macht grammatische Abhängigkeit als gerichtete Forderung sichtbar.

Beispiel

helfen regiert im Deutschen den Dativ.

Gegenbeispiel

Kongruenz beruht auf Übereinstimmung, nicht auf Kasusforderung.

Abgrenzung

Kongruenz beruht auf Übereinstimmung, nicht auf Kasusforderung.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff macht grammatische Abhängigkeit als gerichtete Forderung sichtbar. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Rektion nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.

Etymologie

Etymologische Vertiefung offen

Provenienz

Syntax/Grammatik → Rektion → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Rektion“. Atlas der Sprache, AT-091-047. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-047

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-047

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