ATLAS DER SPRACHE

AT-091-048 · ATLAS 251

Valenz

Eigenschaft eines Wortes, besonders eines Verbs, bestimmte Ergänzungsstellen zu eröffnen.

Vertiefung

Eigenschaft eines Wortes, besonders eines Verbs, bestimmte Ergänzungsstellen zu eröffnen. Im Atlas wird Valenz als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Stellt Wörter als Zentren möglicher Satzarchitekturen dar.

Beispiel

geben eröffnet Stellen für Gebenden, Gegebenes und Empfänger.

Gegenbeispiel

Eine beliebige nähere Beschreibung ist nicht notwendig valenzgebunden.

Abgrenzung

Eine beliebige nähere Beschreibung ist nicht notwendig valenzgebunden.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff stellt Wörter als Zentren möglicher Satzarchitekturen dar. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Valenz nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.

Etymologie

Etymologische Vertiefung offen

Provenienz

Syntax/Grammatik → Valenz → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Valenz“. Atlas der Sprache, AT-091-048. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-048

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-048

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