Vertiefung
Eigenschaft eines Wortes, besonders eines Verbs, bestimmte Ergänzungsstellen zu eröffnen. Im Atlas wird Valenz als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Stellt Wörter als Zentren möglicher Satzarchitekturen dar.
Beispiel
geben eröffnet Stellen für Gebenden, Gegebenes und Empfänger.
Gegenbeispiel
Eine beliebige nähere Beschreibung ist nicht notwendig valenzgebunden.
Abgrenzung
Eine beliebige nähere Beschreibung ist nicht notwendig valenzgebunden.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff stellt Wörter als Zentren möglicher Satzarchitekturen dar. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Valenz nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.
Etymologie
Etymologische Vertiefung offen
Provenienz
Syntax/Grammatik → Valenz → gegenwärtige Fachverwendung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Valenz“. Atlas der Sprache, AT-091-048. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-048Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.