Vertiefung
Wechsel zwischen Sprachen oder Varietäten innerhalb einer Interaktion oder Äußerung. Im Atlas wird Code-Switching als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Macht Zugehörigkeit und Kontextwechsel im Sprachstrom hörbar.
Beispiel
Eine Sprecherin wechselt im Gespräch vom Deutschen ins Englische.
Gegenbeispiel
Ein einzelnes etabliertes Lehnwort ist noch kein Code-Switching.
Abgrenzung
Ein einzelnes etabliertes Lehnwort ist noch kein Code-Switching.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff macht Zugehörigkeit und Kontextwechsel im Sprachstrom hörbar. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Code-Switching nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.
Etymologie
Etymologische Vertiefung offen
Provenienz
Pragmatik/Gespräch → Code-Switching → gegenwärtige Fachverwendung
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Code-Switching“. Atlas der Sprache, AT-091-057. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-057Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.