ATLAS DER SPRACHE

AT-091-057 · ATLAS 251

Code-Switching

Wechsel zwischen Sprachen oder Varietäten innerhalb einer Interaktion oder Äußerung.

Vertiefung

Wechsel zwischen Sprachen oder Varietäten innerhalb einer Interaktion oder Äußerung. Im Atlas wird Code-Switching als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Macht Zugehörigkeit und Kontextwechsel im Sprachstrom hörbar.

Beispiel

Eine Sprecherin wechselt im Gespräch vom Deutschen ins Englische.

Gegenbeispiel

Ein einzelnes etabliertes Lehnwort ist noch kein Code-Switching.

Abgrenzung

Ein einzelnes etabliertes Lehnwort ist noch kein Code-Switching.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff macht Zugehörigkeit und Kontextwechsel im Sprachstrom hörbar. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Code-Switching nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.

Etymologie

Etymologische Vertiefung offen

Provenienz

Pragmatik/Gespräch → Code-Switching → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Code-Switching“. Atlas der Sprache, AT-091-057. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-057

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-057

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