Vertiefung
Funktionale Verteilung zweier deutlich unterschiedener Sprachformen innerhalb einer Gemeinschaft. Im Atlas wird Diglossie als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Ordnet Sprachen gesellschaftlich nach Situationen und Funktionen.
Beispiel
Eine Varietät dient formellen, eine andere alltäglichen Situationen.
Gegenbeispiel
Individuelles Code-Switching allein begründet noch keine Diglossie.
Abgrenzung
Individuelles Code-Switching allein begründet noch keine Diglossie.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff ordnet Sprachen gesellschaftlich nach Situationen und Funktionen. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Diglossie nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.
Etymologie
Etymologische Vertiefung offen
Provenienz
Pragmatik/Gespräch → Diglossie → gegenwärtige Fachverwendung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Diglossie“. Atlas der Sprache, AT-091-058. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-058Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.