ATLAS DER SPRACHE

AT-103-004 · ATLAS 250

Assonanz

Wiederkehr gleicher oder ähnlicher Vokalklänge in benachbarten Wörtern.

Vertiefung

Die Assonanz bindet Ausdrücke über ihren vokalischen Klang, ohne vollständigen Reim zu verlangen. Sie schafft lautliche Verwandtschaft unterhalb der begrifflichen Ebene.

Beispiel

Leben und Segen.

Gegenbeispiel

Leben und Licht – ohne korrespondierende Vokalfolge.

Abgrenzung

Vom Reim unterscheiden, der gewöhnlich eine weitergehende Lautübereinstimmung ab der betonten Silbe besitzt.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Lässt Wörter zusammengehören, bevor ihr Bedeutungsverhältnis bewusst geprüft wird.

Resonanz

Vokale bilden einen wiederkehrenden Innenklang zwischen verschiedenen Wortkörpern.

Etymologie

Lateinisch assonare ›anklingen, antwortend tönen‹; Bezeichnung vokalischer Klangentsprechung.

Provenienz

Lateinische Klangmetapher → romanische Verslehre → europäische Poetik und Lautstilistik

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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Assonanz“. Atlas der Sprache, AT-103-004. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-103-004

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