Vertiefung
Die Assonanz bindet Ausdrücke über ihren vokalischen Klang, ohne vollständigen Reim zu verlangen. Sie schafft lautliche Verwandtschaft unterhalb der begrifflichen Ebene.
Beispiel
Leben und Segen.
Gegenbeispiel
Leben und Licht – ohne korrespondierende Vokalfolge.
Abgrenzung
Vom Reim unterscheiden, der gewöhnlich eine weitergehende Lautübereinstimmung ab der betonten Silbe besitzt.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Lässt Wörter zusammengehören, bevor ihr Bedeutungsverhältnis bewusst geprüft wird.
Resonanz
Vokale bilden einen wiederkehrenden Innenklang zwischen verschiedenen Wortkörpern.
Etymologie
Lateinisch assonare ›anklingen, antwortend tönen‹; Bezeichnung vokalischer Klangentsprechung.
Provenienz
Lateinische Klangmetapher → romanische Verslehre → europäische Poetik und Lautstilistik
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Assonanz“. Atlas der Sprache, AT-103-004. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-103-004Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.