Vertiefung
Der Begriff fragt nach dem ›Wie-es-ist‹ einer Erfahrung. Umstritten ist, ob Qualia eigenständige, nichtrepräsentationale Eigenschaften sind oder durch andere Strukturen erklärt werden können.
Beispiel
Wie sich das Rot einer reifen Kirsche für eine Person anfühlt.
Gegenbeispiel
Die messbare Wellenlänge des Lichts ist nicht selbst das subjektive Farberleben.
Abgrenzung
Von bloßen Reizeigenschaften und von der Qualiastruktur in der Lexikalsemantik unterscheiden.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Markiert die Grenze zwischen öffentlicher Beschreibung und erster Person des Erlebens.
Resonanz
Ein Wort kann Erfahrung anrufen, ohne die Innenseite des Erlebens vollständig übertragbar zu machen.
Etymologie
Lateinischer Plural von quale ›wie beschaffen‹; in der Philosophie des Geistes für subjektive Erlebnisqualitäten etabliert.
Provenienz
Lateinische Eigenschaftsfrage → analytische Philosophie des Geistes → Bewusstseins- und Erklärungsdebatten
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Qualia“. Atlas der Sprache, AT-103-028. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-103-028Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.