Vertiefung
Interozeption umfasst Signale etwa aus Herzschlag, Atmung, Magen oder Temperaturregulation sowie deren bewusste und unbewusste Integration. Begriffsumfang variiert zwischen Forschungsansätzen.
Beispiel
Das feine Wahrnehmen eines beschleunigten Herzschlags vor einer Antwort.
Gegenbeispiel
Das Sehen einer roten Ampel.
Abgrenzung
Propriozeption: Diese betrifft vor allem Lage und Bewegung des Körpers.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Verankert Begriffsbildung und Entscheidung in körperlichen Zuständen; beeinflusst Gefühl, Selbstmodell und Aufmerksamkeit.
Resonanz
Innere Körperrhythmen bilden einen oft ungehörten Resonanzgrund des Denkens.
Etymologie
lat. inter „innen, zwischen“ + recipere „aufnehmen“; moderner Fachterminus
Provenienz
Sherringtons Sinnesklassifikation → Psychophysiologie → Predictive Processing
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Interozeption“. Atlas der Sprache, AT-BOD-0001. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-BOD-0001Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.