Vertiefung
Alienabel und inalienabel sind keine naturgegebene Zweiteilung. Sprachen können Körperteile, Verwandtschaft und Gegenstände unterschiedlich kodieren.
Beispiel
Navajo bi-be' ›ihre eigene Milch‹ gegenüber be-'a-be' ›ihre gekaufte Milch‹; Acoma unterscheidet das Horn eines Tieres von einem Horn im Besitz einer Person; Ungarinjin markiert Fuß und Großmutter verschieden.
Gegenbeispiel
Mein unverkäufliches Haus beschreibt keine grammatische Alienabilitätsklasse.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Macht sichtbar, ob Besitz als Verfügung oder konstitutive Beziehung verstanden wird.
Resonanz
Zugehörigkeit erhält Tiefenschichten zwischen Körper, Beziehung und Verfügung.
Etymologie
Navajo · Acoma · Ungarinjin · sprachvergleichende Passage
Provenienz
Semantik → Sprachtypologie → ATLAS_145
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Alienabilität“. Atlas der Sprache, AT-145-003. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-145-003Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.