Vertiefung
Frames verbinden Wörter mit Erwartungen, Rollen und typischen Schlussfolgerungen. Framing ist unvermeidlich; manipulativ wird es durch verdeckte, einseitige oder strategische Rahmung.
Beispiel
„Steuerentlastung“ rahmt dieselbe Maßnahme anders als „Einnahmeverlust“.
Gegenbeispiel
Die Maßnahme verändert den Steuersatz um zwei Punkte.
Abgrenzung
Agenda-Setting: Dieses beeinflusst stärker, worüber gesprochen wird; Framing, wie etwas verstanden wird.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Ordnet Relevanz und Kausalität vor, bevor einzelne Argumente geprüft werden.
Resonanz
Der Rahmen filtert, welche Bedeutungen im Vordergrund resonieren.
Etymologie
engl. frame „Rahmen“
Provenienz
Bateson/Goffman → Frame-Semantik → Kommunikations- und Kognitionsforschung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Framing“. Atlas der Sprache, AT-ARG-0002. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-ARG-0002Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.