Vertiefung
Abgenutzte, schematisch wiederholte Formulierung oder Vorstellung. Es zeigt, wie Wiedererkennbarkeit Denken erleichtert und zugleich Unterschiede glättet.
Beispiel
Die Zeit heilt alle Wunden.
Gegenbeispiel
Die bloße Nennung von „Klischee“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Es zeigt, wie Wiedererkennbarkeit Denken erleichtert und zugleich Unterschiede glättet.
Resonanz
Im Atlas bildet Klischee einen Knoten, an dem 2 bislang offene Verweislinien anschließen.
Etymologie
fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen
Provenienz
Offenes Beziehungsnetz → zweiter Grundbegriffscheck → Metzler/HWRh-Abgleich → ATLAS_239
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Klischee“. Atlas der Sprache, AT-CORE-239-028. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-239-028Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.