ATLAS DER SPRACHE

AT-CORE-239-028 · ATLAS 251

Klischee

Abgenutzte, schematisch wiederholte Formulierung oder Vorstellung.

Vertiefung

Abgenutzte, schematisch wiederholte Formulierung oder Vorstellung. Es zeigt, wie Wiedererkennbarkeit Denken erleichtert und zugleich Unterschiede glättet.

Beispiel

Die Zeit heilt alle Wunden.

Gegenbeispiel

Die bloße Nennung von „Klischee“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Es zeigt, wie Wiedererkennbarkeit Denken erleichtert und zugleich Unterschiede glättet.

Resonanz

Im Atlas bildet Klischee einen Knoten, an dem 2 bislang offene Verweislinien anschließen.

Etymologie

fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen

Provenienz

Offenes Beziehungsnetz → zweiter Grundbegriffscheck → Metzler/HWRh-Abgleich → ATLAS_239

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Klischee“. Atlas der Sprache, AT-CORE-239-028. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-239-028

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-239-028

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