Vertiefung
Figur, die Abwesende, Tote, Abstrakta oder unbelebte Dinge als sprechende Personen auftreten lässt. Sie verleiht dem Stummen eine Stimme und verschiebt Verantwortung in eine inszenierte Person.
Beispiel
Die Geschichte selbst mahnt uns: Vergesst nicht.
Gegenbeispiel
Die bloße Nennung von „Prosopopoeia“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Sie verleiht dem Stummen eine Stimme und verschiebt Verantwortung in eine inszenierte Person.
Resonanz
Im Atlas bildet Prosopopoeia einen Knoten, an dem 2 bislang offene Verweislinien anschließen.
Etymologie
fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen
Provenienz
Offenes Beziehungsnetz → zweiter Grundbegriffscheck → Metzler/HWRh-Abgleich → ATLAS_239
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Prosopopoeia“. Atlas der Sprache, AT-CORE-239-045. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-239-045Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.