ATLAS DER SPRACHE

AT-CORE-239-045 · ATLAS 251

Prosopopoeia

Figur, die Abwesende, Tote, Abstrakta oder unbelebte Dinge als sprechende Personen auftreten lässt.

Vertiefung

Figur, die Abwesende, Tote, Abstrakta oder unbelebte Dinge als sprechende Personen auftreten lässt. Sie verleiht dem Stummen eine Stimme und verschiebt Verantwortung in eine inszenierte Person.

Beispiel

Die Geschichte selbst mahnt uns: Vergesst nicht.

Gegenbeispiel

Die bloße Nennung von „Prosopopoeia“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Sie verleiht dem Stummen eine Stimme und verschiebt Verantwortung in eine inszenierte Person.

Resonanz

Im Atlas bildet Prosopopoeia einen Knoten, an dem 2 bislang offene Verweislinien anschließen.

Etymologie

fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen

Provenienz

Offenes Beziehungsnetz → zweiter Grundbegriffscheck → Metzler/HWRh-Abgleich → ATLAS_239

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Prosopopoeia“. Atlas der Sprache, AT-CORE-239-045. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-239-045

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-239-045

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