Vertiefung
Wahrnehmungsordnung, in der ein hervortretendes Element vor einem weniger beachteten Hintergrund erscheint. Sie zeigt, dass Sichtbarkeit relational entsteht: Was Figur wird, hängt davon ab, was als Grund zurücktritt.
Beispiel
Im Satz Die Vase steht auf dem Tisch wird die Vase stärker fokussiert als der Tisch.
Gegenbeispiel
Die bloße Nennung von „Figur-Grund“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Sie zeigt, dass Sichtbarkeit relational entsteht: Was Figur wird, hängt davon ab, was als Grund zurücktritt.
Resonanz
Im Atlas schließt Figur-Grund 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.
Etymologie
fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen
Provenienz
ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-A → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_242
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Figur-Grund“. Atlas der Sprache, AT-CORE-242-022. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-242-022Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.