Vertiefung
Hervorbringen sprachähnlicher Lautfolgen, die für Hörende keinen stabilen lexikalischen Sinn besitzen und häufig religiös gedeutet werden. Sie trennt die Erfahrung des Sprechens von gewöhnlicher semantischer Verständlichkeit und verlagert Sinn auf Stimme, Rhythmus und Ereignis.
Beispiel
Die Stimme fließt in rhythmischen Silben, die keiner bekannten Sprache zugeordnet werden.
Gegenbeispiel
Die bloße Nennung von „Glossolalie“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Sie trennt die Erfahrung des Sprechens von gewöhnlicher semantischer Verständlichkeit und verlagert Sinn auf Stimme, Rhythmus und Ereignis.
Resonanz
Im Atlas schließt Glossolalie 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.
Etymologie
fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen
Provenienz
ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-A → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_242
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Glossolalie“. Atlas der Sprache, AT-CORE-242-026. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-242-026Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.