ATLAS DER SPRACHE

AT-PHO-0001 · ATLAS 251

Onomatopoesie

Sprachliche Form, deren Klang einen Laut oder Eindruck nachbildet.

Vertiefung

Die Ähnlichkeit ist nie rein naturgegeben: Sprachen konventionalisieren Geräusche unterschiedlich. Lautgestalt, Artikulation und kulturelles Muster wirken zusammen.

Beispiel

Der Regen prasselt.

Gegenbeispiel

Der Regen fällt.

Abgrenzung

Lautsymbolik: Diese umfasst auch nicht direkt nachahmende Klang-Bedeutungs-Bezüge.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Verkürzt die Distanz zwischen Zeichen und Wahrnehmung und ruft sensorische Simulation hervor.

Resonanz

Ein äußerer Klang wird im Sprachkörper erneut hörbar.

Etymologie

griech. ónoma „Name“ + poíēsis „Machen“

Provenienz

Mimesislehren → Sprachvergleich → kognitive Lautsymbolik

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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Onomatopoesie“. Atlas der Sprache, AT-PHO-0001. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-PHO-0001

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