ATLAS DER SPRACHE

AT-PHO-W0068 · ATLAS 251

Lautsymbolik

Systematische Beziehung zwischen Klanggestalt und wahrgenommenen Bedeutungs- oder Eindrucksqualitäten.

Vertiefung

Lautsymbolik umfasst mehr als Geräuschnachahmung. Lautformen können sprachübergreifend oder sprachspezifisch mit Größe, Bewegung, Gestalt oder Affekt verbunden werden.

Beispiel

Ein erfundenes maluma wirkt auf viele Menschen runder als takete.

Gegenbeispiel

Dass Tisch einen Tisch bezeichnet, folgt überwiegend sprachlicher Konvention.

Abgrenzung

Onomatopoesie ahmt Laute nach; Lautsymbolik umfasst breitere Klang-Bedeutungs-Beziehungen.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Sie zeigt, dass der Sprachkörper Bedeutung nicht immer völlig beliebig trägt.

Resonanz

Klanggestalt und Vorstellungsform antworten einander vor jeder Erklärung.

Etymologie

deutsch Laut + Symbolik

Provenienz

Kandidatenbank K-0068 → ATLAS_035; experimentelle Spezialquelle ausbauen

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Lautsymbolik“. Atlas der Sprache, AT-PHO-W0068. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-PHO-W0068

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