ATLAS DER SPRACHE

AT-CORE-242-028 · ATLAS 251

Hermetik

Gezielte oder strukturelle Verschlossenheit eines Textes, dessen Bezüge und Verfahren sich unmittelbarem Verstehen entziehen.

Vertiefung

Gezielte oder strukturelle Verschlossenheit eines Textes, dessen Bezüge und Verfahren sich unmittelbarem Verstehen entziehen. Sie macht die Grenze des Verstehens produktiv und fordert verlangsamte, wiederholte oder wissensgestützte Lektüre.

Beispiel

Das Gedicht verbindet private Chiffren, ausgelassene Bezüge und sprunghafte Bilder.

Gegenbeispiel

Die bloße Nennung von „Hermetik“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Sie macht die Grenze des Verstehens produktiv und fordert verlangsamte, wiederholte oder wissensgestützte Lektüre.

Resonanz

Im Atlas schließt Hermetik 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.

Etymologie

fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen

Provenienz

ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-A → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_242

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Hermetik“. Atlas der Sprache, AT-CORE-242-028. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-242-028

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-242-028

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