Vertiefung
Fehlen hinreichender inhaltlicher, logischer oder pragmatischer Zusammenhänge zwischen Teilen einer Äußerung oder eines Textes. Sie unterbricht die Erwartung, dass Einzelheiten ein gemeinsames Ganzes bilden, und zwingt zur Suche nach fehlenden Übergängen oder konkurrierenden Ordnungen.
Beispiel
Der Text wechselt ohne erkennbare Brücke von einer Wetterbeobachtung zu einem unbegründeten Rechtsurteil.
Gegenbeispiel
Die bloße Nennung von „Inkohärenz“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Sie unterbricht die Erwartung, dass Einzelheiten ein gemeinsames Ganzes bilden, und zwingt zur Suche nach fehlenden Übergängen oder konkurrierenden Ordnungen.
Resonanz
Im Atlas schließt Inkohärenz 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.
Etymologie
fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen
Provenienz
ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-B → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_243
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Inkohärenz“. Atlas der Sprache, AT-CORE-243-002. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-243-002Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.