ATLAS DER SPRACHE

AT-CORE-243-003 · ATLAS 251

Interaktionsordnung

Gefüge meist impliziter Regeln, Rollen und Erwartungen, das Begegnungen zwischen Anwesenden organisiert.

Vertiefung

Gefüge meist impliziter Regeln, Rollen und Erwartungen, das Begegnungen zwischen Anwesenden organisiert. Sie macht sichtbar, wie Blick, Abstand, Sprecherwechsel und Höflichkeit eine soziale Situation ordnen, bevor ihr Inhalt ausdrücklich verhandelt wird.

Beispiel

Im Aufzug vermeiden Fremde langen Blickkontakt und verteilen ihren Körperraum ohne Absprache.

Gegenbeispiel

Die bloße Nennung von „Interaktionsordnung“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Sie macht sichtbar, wie Blick, Abstand, Sprecherwechsel und Höflichkeit eine soziale Situation ordnen, bevor ihr Inhalt ausdrücklich verhandelt wird.

Resonanz

Im Atlas schließt Interaktionsordnung 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.

Etymologie

fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen

Provenienz

ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-B → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_243

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Interaktionsordnung“. Atlas der Sprache, AT-CORE-243-003. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-243-003

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-243-003

Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.