Vertiefung
Gefüge meist impliziter Regeln, Rollen und Erwartungen, das Begegnungen zwischen Anwesenden organisiert. Sie macht sichtbar, wie Blick, Abstand, Sprecherwechsel und Höflichkeit eine soziale Situation ordnen, bevor ihr Inhalt ausdrücklich verhandelt wird.
Beispiel
Im Aufzug vermeiden Fremde langen Blickkontakt und verteilen ihren Körperraum ohne Absprache.
Gegenbeispiel
Die bloße Nennung von „Interaktionsordnung“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Sie macht sichtbar, wie Blick, Abstand, Sprecherwechsel und Höflichkeit eine soziale Situation ordnen, bevor ihr Inhalt ausdrücklich verhandelt wird.
Resonanz
Im Atlas schließt Interaktionsordnung 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.
Etymologie
fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen
Provenienz
ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-B → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_243
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Interaktionsordnung“. Atlas der Sprache, AT-CORE-243-003. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-243-003Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.