ATLAS DER SPRACHE

AT-CORE-243-015 · ATLAS 251

Leserichtung

Konventionelle oder situativ vorgegebene Richtung, in der Schriftzeichen, Zeilen und Textflächen erschlossen werden.

Vertiefung

Konventionelle oder situativ vorgegebene Richtung, in der Schriftzeichen, Zeilen und Textflächen erschlossen werden. Sie übersetzt räumliche Anordnung in zeitliche Folge und prägt, was als Anfang, Fortsetzung und Rückkehr wahrgenommen wird.

Beispiel

Ein deutscher Fließtext wird zeilenweise von links nach rechts und von oben nach unten gelesen.

Gegenbeispiel

Die bloße Nennung von „Leserichtung“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Sie übersetzt räumliche Anordnung in zeitliche Folge und prägt, was als Anfang, Fortsetzung und Rückkehr wahrgenommen wird.

Resonanz

Im Atlas schließt Leserichtung 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.

Etymologie

fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen

Provenienz

ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-B → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_243

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Leserichtung“. Atlas der Sprache, AT-CORE-243-015. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-243-015

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-243-015

Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.